Nachhaltig – ethisch – sozial! Beim Geldanlegen Gutes tun

Wir trennen Müll, nehmen eine Einkaufstasche mit in den Supermarkt, um Plastiktüten zu sparen oder lassen das Auto zu Hause stehen und nehmen stattdessen die Straßenbahn. Mit vielen kleinen Alltagsentscheidungen versuchen wir, unseren Beitrag zu leisten – ja, wofür eigentlich? Wir wollen hier nicht hausen und alle verfügbaren Ressourcen verbrauchen, als gäbe es kein Morgen. Sondern wir wollen nachhaltig handeln – mit unterschiedlicher Entschiedenheit und Konsequenz.

Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Waldwirtschaft: Es sollten nur so viele Bäume in einem Wald gerodet werden, wie in absehbarer Zeit wieder nachwachsen können. Populär wurde der Begriff besonders in den 1980er Jahren, als die Brundtland-Kommission der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Entwicklung folgende Definition lieferte: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“.

Und nun kommt das Geld ins Spiel. Wer sich Gedanken über Waffenproduktion, Kinderarbeit oder Ausbeutung von Bodenschätzen macht, kann sein Engagement und seine Werthaltung auch auf seine Geldanlagen ausdehnen. Aber Vorsicht – der Wunsch, mit seinem Geld Gutes zu tun, darf nicht den Blick auf die Fallstricke und Risiken verstellen. Nachhaltige Geldanlagen sind nicht immer die besseren Anlagen. Genauer hinschauen ist auf jeden Fall notwendig!

Wenn Sie sich schon länger einmal damit befassen wollten, dann lesen Sie hier Tipps über die ersten Schritte auf dem Weg zu nachhaltig-ethischen Geldanlagen.  Weiterlesen

Wenn guter Rat beim Geldanlegen angeblich nichts kostet

Wer sich ein Auto kaufen möchte, informiert sich häufig intensiv mit Hilfe von Herstellerprospekten der Autofirmen, liest einschlägige Zeitschriften, unternimmt Probefahrten und bespricht den Kauf mit Familie und Freunden. Schließlich geht es um viel Geld – ein Auto kauft man eben nicht alle Tage. Je nach Neigung und technischem Sachverstand macht die Informationssuche viel Spaß – und am Ende kennt man sich auch sehr gut aus mit seiner Neuerwerbung.

Völlig anders verhält es sich mit Finanzprodukten. Auch hier ist oft viel Geld im Spiel – doch das ist erst einmal nicht so sichtbar. Große Summen münden in Versicherungs- oder Geldanlageprodukte – und dafür kann man keinen sichtbaren materiellen Gegenstand sein eigen nennen. Die nächste Hürde besteht in der riesigen Produktvielfalt der Finanzprodukte auf der einen Seite, und einer großen Unsicherheit und fehlendem Wissen auf der anderen Seite. Um beim Vergleich mit dem Auto zu bleiben: Man muss kein Autoexperte sein – am Ende besitzt man einen fahrbaren Untersatz; und ob bestimmte technische Finessen vorhanden sind oder nicht, spielt für den Gebrauch des Autos nur eine geringe Rolle. Ergo: das Risiko, das falsche Auto zu kaufen, ist gering.

Bei Finanzprodukten gehen Verbraucher deutlich höhere Risiken ein, sich falsch zu entscheiden. Erschwerend kommt hinzu: Sie können die Risiken und Folgen vieler Verträge meist nicht richtig einschätzen. Hier ist also guter Rat notwendig!

Ist guter Rat teuer?

Doch wo soll man sich Rat suchen? Wo erhält man die nötigen Informationen, die man für seine Entscheidungen braucht? Was kostet der Rat? Und die vielleicht wichtigste Frage: Wie sind die angebotenen Informationen einzuschätzen?

Die Verbraucherpolitik spricht gerne vom mündigen Verbraucher, dem nur die nötigen Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen, damit er sich für die richtigen Produkte entscheiden kann. Fragt sich nur, wer uns mit Informationen über Finanzprodukte versorgt und mit welchem Interesse? Weiterlesen

Kaufen Sie Aktien! Und was Sie dabei beachten sollten

Neulich flatterte die Werbeanzeige einer großen Direktbank ins Haus, in der für den Kauf von Aktien geworben wird. Auf Initiative der Börse Frankfurt wurde für den 16. März 2016 der „Tag der Aktie“ ausgerufen, um die Aktienmuffel in Deutschland aufzurütteln und zum Aktienkauf zu bewegen. Dies soll dann auch besonders leicht gemacht werden, weil erstens eine Vorauswahl von Aktien und Aktienindexfonds getroffen wird, aus der der neu gewonnene Anleger bzw. die neu gewonnene Anlegerin nur noch auswählen muss. Zweitens wird mit einem Schnäppchen geworben: Der Wertpapierkauf ist an diesem Tag kostenlos, also ohne weitere Gebühren.

Doch Vorsicht ist geboten.

Denn natürlich haben die Börse und die Banken recht: Aktien sind ein lohnendes Investment, gerade weil für Tagesgeld oder Festgeld fast keine Zinsen mehr gezahlt werden. Im Gegenteil: Zwar traut sich die Bankenwelt noch nicht daran, von Privatleuten Strafzinsen zu verlangen, wenn man Geld bei der Bank hortet. Aber Banken ihrerseits müssen schon Zinsen bezahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einlegen.

Wer also Geld erwirtschaften möchte, sollte sich mit Aktien anfreunden. Allerdings sind dabei einige Dinge zu beachten, damit man nicht Schiffbruch erleidet und bei Börseneinbrüchen größere Verluste hinnehmen muss. Weiterlesen

Warnung: Nicht für Kleinanleger geeignet

Stünde diese Warnung ganz oben auf den Verträgen von Geldanlagen, dann könnte vermutlich mancher Anleger vor finanziellen Verlusten geschützt werden. Denn Geld anlegen kann eben nicht jeder, ebenso wenig wie zum Beispiel ein Auto reparieren oder lateinische Texte übersetzen. Doch jeder von uns soll, wenn er sein Erspartes nicht der schleichenden Entwertung anheim geben will, Geld anlegen, und das am besten rentabel und sicher. Da mögen die Finanzexperten den Kopf schütteln, und doch wissen einfach viele Verbraucher nicht, dass sich diese Geldanlageziele gegenseitig ausschließen. Viele wissen auch nicht, worauf sie bei Geldanlagen achten müssen und vertrauen denen, die es wissen müssen, zum Beispiel den Bankberatern. Dass diese Beratung sehr viel Geld – Provisionen, teuere Gebühren und Verlustrisiken – kosten kann, auch das lehrt viele oft erst die bittere Erfahrung

Was also tun? Weiterlesen